Adventskalender-Wichteln: 24 Türchen, verteilt auf die ganze Gruppe

Adventskalender-Wichteln kombiniert beides: Jede Person zieht geheim eine andere und füllt für sie Adventskalender-Türchen — je nach Gruppengröße alle 24 oder aufgeteilt (bei 6 Personen z. B. 4 Türchen pro Person). Statt einem großen Geschenk gibt es viele kleine Momente über den ganzen Dezember. Budget-Richtwert: 1 bis 3 Euro pro Türchen.

Die drei bewährten Varianten

Der Orga-Plan (so bleibt es entspannt)

  1. Bis Mitte November auslosen — die Befüller brauchen Vorlauf zum Sammeln. Budget pro Türchen und Variante gleich mit festlegen.
  2. Nummern verteilen: Bei der aufgeteilten Variante bekommt jede Person ihre Türchen-Nummern zugewiesen (z. B. „du füllst 3, 11, 19“) — sonst gibt es dreimal Türchen 24 und niemand hat den 1. Dezember.
  3. Übergabe-Ort klären: Alle Päckchen nummeriert bis Ende November an die Orga-Person oder direkt in den Kalender der beschenkten Person.
  4. Kleinigkeiten, die funktionieren: Schokolade und Tee, Sticker, Mini-Rätsel, Gutschein-Zettel („einmal Kaffee holen lassen“), ein Foto, ein Witz zum Vorlesen. Bei 24 Türchen dürfen 20 klein sein — drei mittlere und ein schönes Finale am 24. reichen für den Wow-Effekt.

Zeitplan von der Idee bis zum 24. Dezember

Beim Adventskalender-Wichteln liegt die meiste Arbeit vor dem 1. Dezember. Wenn du die Runde organisierst, hilft dir dieser Ablauf:

  1. Ende Oktober oder Anfang November: Idee in die Gruppe geben und abfragen, wer mitmacht. Gleich mitfragen, welche Variante gewünscht ist und ob jemand Allergien oder Abneigungen hat.
  2. Bis Mitte November: Auslosen, Budget pro Türchen festlegen, Türchen-Nummern verteilen. Wer welche Nummern füllt, sollte schriftlich in der Gruppe stehen, damit niemand nachfragen muss.
  3. Zweite Novemberhälfte: Sammeln und einpacken. Jedes Päckchen bekommt eine gut lesbare Nummer und den Namen der beschenkten Person, falls mehrere Kalender an einem Ort entstehen.
  4. Bis 28. oder 29. November: Abgabe bei der Orga-Person oder direkt an der Übergabestelle. Ein, zwei Tage Puffer retten den Start, wenn jemand krank wird.
  5. 30. November: Kalender aufhängen oder zusammenstellen. Kurz durchzählen, ob alle 24 Nummern da sind.
  6. 1. bis 24. Dezember: Öffnen. Wer mag, schreibt kurz in die Gruppe, was heute drin war, das hält die Stimmung über den ganzen Monat.

Für die Auslosung brauchst du keine Zettel. Über die Auslosung im Browser bekommt jede Person ihr Los als Link, zum Beispiel per WhatsApp, und du kannst dort direkt das Budget festlegen.

So teilst du die Türchen fair auf

Bei der aufgeteilten Variante entsteht schnell Ärger, wenn manche nur Türchen in der ruhigen ersten Woche haben und andere den 24. stemmen müssen. Ein paar einfache Regeln helfen:

Varianten für Familie, Büro, Freundeskreis und Fernbeziehung

Familie mit Kindern

Kinder lieben das tägliche Öffnen, aber nicht jedes Türchen muss etwas zum Essen sein. Mischt Kleinigkeiten mit Aufgaben: „Heute darfst du das Abendessen aussuchen“, „Wir backen zusammen Plätzchen“, „Heute liest du die Gutenachtgeschichte vor“. Wenn Geschwister füreinander wichteln, sollten die Kalender ungefähr gleich groß aussehen, sonst wird verglichen.

Büro

Im Team funktioniert der aufgeteilte Kalender oder der Gemeinschaftskalender in der Teeküche am besten. Achte auf neutrale Inhalte, auf Abwesenheiten im Dezember und auf eine klare Abgabestelle. Wer im Urlaub ist, füllt seine Türchen vorher. Mehr zur Organisation im Job findest du unter Wichteln im Büro.

Freundeskreis

Unter Freundinnen kann jedes Türchen eine kleine Erinnerung enthalten: ein Foto von einem gemeinsamen Abend, ein Zettel mit einem Insider, das Rezept von dem Essen damals. Sehr beliebt ist auch eine Variante, bei der die Beschenkte jeden Tag einen Hinweis bekommt und am 24. raten darf, wer gewichtelt hat. Ähnlich läuft das Format der Geheimen Schwestern.

Fernbeziehung oder Freunde in anderen Städten

Hier wird der ganze Kalender auf einmal verschickt, also bis spätestens Ende November losschicken. Flache Päckchen in einem Schuhkarton oder einer Versandtasche sind praktischer als Einzelschachteln. Digitale Türchen ergänzen das gut: ein Link zu einem Lied, eine Sprachnachricht, ein Rätsel, das am Telefon gelöst wird.

Typische Fehler und wie du sie vermeidest

24 Ideen für Türchen, die nicht nur aus Schokolade bestehen

Mische die Kategorien, dann bleibt es bis zum Ende spannend:

Mehr kleine Geschenkideen, die auch einzeln funktionieren, findest du unter Ideen zum Wichteln.

Lost eure Adventskalender-Runde hier aus — Budget und „Türchen bis Ende November abgeben“ kannst du direkt ins Los schreiben.

Häufige Fragen

Wie viel gibt man beim Adventskalender-Wichteln aus?

Richtwert 1 bis 3 Euro pro Türchen. Beim aufgeteilten Büro-Modell (3–4 Türchen pro Person) landet man bei 5 bis 12 Euro insgesamt — wie ein normales Wichtelgeschenk, nur über den Dezember verteilt.

Ab wann sollte man Adventskalender-Wichteln auslosen?

Spätestens Mitte November. Anders als beim klassischen Wichteln brauchen alle Zeit, mehrere Kleinigkeiten zu sammeln — und der fertige Kalender muss vor dem 1. Dezember übergeben sein.

Was macht man beim Adventskalender-Wichteln mit den Wochenenden im Büro?

Entweder ihr legt die Türchen vom Samstag und Sonntag auf den Freitag oder Montag, oder ihr macht einen Kalender nur für die Arbeitstage. Wichtig ist, dass die Regel vor dem Befüllen feststeht, damit niemand seine Päckchen umpacken muss.

Wie verschickt man einen Wichtel-Adventskalender per Post?

Pack alle Türchen nummeriert in einen stabilen Karton und schick ihn bis spätestens Ende November los. Flache, leichte Päckchen sind praktischer als viele kleine Schachteln, und Zerbrechliches sollte gut gepolstert sein.

Was passiert, wenn jemand seine Türchen nicht rechtzeitig abgibt?

Am besten hält die Orga-Person einen kleinen Notvorrat bereit, etwa Teebeutel oder Mini-Schokolade, und füllt damit die Lücke. Die fehlenden Päckchen können dann später nachgereicht werden, ohne dass die beschenkte Person an einem Tag leer ausgeht.